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Sonntagsruah

1. Hallo, es ist famos,
so singt jetzt klein und groß.
Machts eure Laden zua:
Heit is ja Sonntagsruah.
Aus is´ mit Müh und Plag,
ma derf den ganzen Tag,
wenn´s Wetter is so schön,
spazieren gehn.
De Kellnrin singt, da Hausknecht pfeift,
da Badergsell mit Lust eiseift.
Da Schneider schreit so froh meck, meck,
da Schuaster gfreut sich und da Bäck.
Und d´Schenkkellnrin im Bräuhaus drin,
de hat dabei ihrn größtn Gwinn.
II:  Ihr Taschengeld nimmt riesig zua,
heit bei da Sonntagsruah.  :II

2. Es hats da Bauernknecht
am Sonntag aa net schlecht.
Er bleibt bei Ochs und Stier
zu Hause zum Plaisir.
Jedoch die arme Kuah
hat am Sonntag aa koa Ruah,
weil man die Milch doch braucht
am Sonntag auch.
De Dirn, de sitzt im Kuahstoi drin
und melkt drauf los mit frohem Sinn.
Da Knecht, der schleicht si hoamli nei
und zwickt ihr glei in d´Wadl nei.
Da wird gelacht, geherzt, geküßt,
de Dirn aufs Melken ganz vergißt.
II:  Und somit hat die liabe Kuah
auch ihre Sonntagsruah.  :II

3. Am schönsten aber is
am Land der Sonntag gwiß,
erst wann die Kirch is aus
und alles strömt heraus.
Ins Wirtshaus zieht man hin,
da bleibt man sitzen drin,
so lang des Fassl laft,
zum Schluss werd graft.
Da Hans, der pack den Schorsch beim Kragn,
dem Hiasl werd da Arm abgschlagn.
Am schönstn schaut da Maxl aus,
dem hängt as ganze Aug heraus.
Da Gruaba Michi liegt im Sterbn,
an Schädel voller Maßkrugscherbn.
II:  So feiern mir von spaat bis fruah
am Land de Sonntagsruah. :I