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D´Lederhosn
gesungen vom Kraudn Sepp

1. Mia san de Oberlandler
von echtem Schrot und Korn
und ham in unsrer Volkstracht
no nia de Freid verlorn.
Mia gehn nicht nach der Mode,
de d´Stadtleit uns vorschreibn,
wir woin beim oidn Gwandl
de Oberlandler bleibn.
Denn scho als kloaner Bua
war unser ersts Begehrn
a kurze Lederhosn
uns was dazua duat ghörn.
De schöne schwarze Farb,
ja, de hoit se bei uns net lang,
weil mia am Boden rutschn
und auffesteign am Baam.
II:  Und wenn des no net glangt,
schmeiß ma s´ in d´Loamgruabn nei,
denn so a Lederhosn,
de muaß schäbi sei.  :II

2. A so a Lederhosn
von Hirschhaut ohne Schuss,
de legt se hi an d´Haxn
agrat ois wia a Guss.
A so a Lederhosn,
des muaß doch jeder sagn,
grea ausgstickt und schee eigsamt,
des is a scheenes Tragn.
Im Winter is´ schee warm,
im Sommer sakrisch kühl,
man fühlt sich gar so wohl drin,
des is a eignes Gfühl.
Auf d´Hosn aufetretn,
des gibt's bei uns net leicht,
weils nicht bis an de Stiefeln,
bloß über d´Schenkel reicht.
II:  Ja weil ma Wadln ham,
de jeder oschaugn ko,
drum ziahgn ma a Lederhosn,
a so a Kurze o.  :II.

3. Ob Herr, ob Knecht, a jeder,
ob arm is oder reich
is in da Lederhosn
vor allen Menschen gleich.
A Kleiderbürstn brauch ma net,
de putz ma mit da Hand
und is da Nagl brocha,
na stell ma s´ hi an d´Wand.
Beim Plattln, da erfüllt
a so a Kurze ihren Zweck,
sie gibt an Klang, an scheena
und schützt vor blaue Fleck.
Beim Plattln, ja da braucht ma
a so a Haxnfuatter oi,
denn auf ara Tuachhosn,
des waar ma a so a Quoi.
II:  Und wer a Weiberl hat,
des is erst recht a Mo,
denn so a Lederhosn
ja, de ziahgt koane o. :II