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Annamirl
von Georg Queri

1. Annamirl, woaßt es no:
Damals hast grad deine Säu ´s Fuatter gschafft
und i bin am Zaun dort gstandn bei deiner.
Und hab di gfragt:
Gell, Annamirl, wann die Muatter schlaft,
heit auf d´Nacht,
da lasst mi halt einer?

2. Da bist rot worn und gschaami
und hast in deiner Nasn bohrt
und hast ganz staad gsagt:
Jawoi, Girgl, derfst scho kemma!
Siegst as, des hat mi so viel gfreut, ´s selle Wort,
dass i zu dir gsagt hab:
Jetzt derfst dein Finger wieder aus der Nasn nehma!

3. Und nachat hast dein Finger
wirkli wieder aus der Nasn zogn -
hast ´n ogschaugt a Zeitlang
ganz verlegn;
aber nachat hast ´n in dei Mei neigschobn -
und siehgst es, Annamirl, deswegn
hab i dir damals koa Bussl nimma gebn!